Vom Chiemsee zum Schwarzen Meer – Mit der KYSI in Transsylvanien und der Walachei

Eine Nachlese aus dem Flugjahr 2025 mit dem Reisebericht von Hans Schreck und Peter Stahl, die mit unserer KYSI wieder auf Tour waren.
Hans und Peter berichten:

Nach Rumänien, und speziell Siebenbürgen (Transsylvanien), mit dem Motorsegler zu fliegen hatten wir schon länger auf unserer Wunschliste. Mit dem vollwertigen Beitritt Rumäniens zum Schengenraum 2025 ist es für die allgemeinen Luftfahrt (und uns) möglich jetzt ohne „Airport of Entry“ Auflagen direkt von oder zu kleinen Flugplätzen zu fliegen. Rumänien ist im Vergleich zu Ungarn ein noch wenig fliegerisch bereistes Ziel. Da die Verkehrslandeplätze oft nur Jet A1 Treibstoff anbieten, ist ein Motorsegler oder UL ideal um eine Reise über kleine (oft private) Landeplätze zu organisieren. Nach Recherchen und Emailaustausch formte sich die Idee, wenn möglich bis zur Schwarzmeerküste zu fliegen.

So starten wir an einem Sonntag im Juli von unserer Heimatbasis Unterwössen am Chiemsee bei besten CAVOK Wetter. Das erste Leg führt ostwärts durch die Kontrollzone von Salzburg und die Seenlandschaft des Salzkammerguts ins Donautal vorbei am Kloster Melk. Dem Donautal folgen wir bis kurz vor Wien und queren nördlich von Bratislava die Grenze zur Slowakei, wofür wir vor dem Start einen Flugplan aufgegeben hatten. Nach 3:00 Stunden Flugzeit landen wir zum Auftanken in Prievidza (Slowakei). Dort gibt es Mogas und ein Flugplatz-Restaurant, heutzutage eine immer seltener werdende Kombination. Da wir später erneut eine Landesgrenze queren, geben wir auch für das zweite Leg einen Flugplan auf. SkyDemon ist hierfür eine große Erleichterung, dennoch sollte man genügend Zeit bis zum Abflug einräumen für etwaige Rückfragen. Wir routen auf Kurs Südost zur ungarischen Grenze, überqueren den Bükki Nationalpark und später die Seen an der Theiss auf dem Weg nach Debrecen. In der weiten Puzta gibt es – verglichen zu unserer bayerischen Heimat – geradezu riesige Agrarflächen. Begünstigt wird dies auch durch den hohen Grundwasserspiegel, der an vielen Stellen für Seen und Sumpfflächen sorgt. Unser Ziel ist ein großes Segelfluggelände in Hajduszoboszlo südlich Debrecen. Unser Kommen hatten wir 24 Stunden vorab über die Club Homepage angemeldet. Speziell interessant ist der Platz für uns durch dessen fussläufige Lage zum Campingplatz von Ungarns größtem Aquapark, dem HungaroSpa. Der Eintritt in den Aquapark ist in der Campinggebühr mit inbegriffen. Nach 90 Minuten Flugzeit landet unsere Dimona auf der langen Grasbahn. Auftanken müssen wir nicht, es gäbe aber auch keine Tankstelle. Dafür erhebt der Platz auch keine Landegebühr. Nach dem Parken und Vertäuen gleich neben dem „Tower“ geht es zum Campingplatz. Wir stellen unser kleines Bergsteigerzelt auf, und verbringen den Rest des Abends im Thermalbad.

Am nächsten Morgen planen wir den Weiterflug nach Sibiu und geben einen Flugplan für den zweistündigen Flug auf. Die Hochdrucklage sorgt weiterhin für ungestörtes VFR Flugwetter. Im Vorfeld hatten wir vergeblich versucht, den Betreiber des in der Kontrollzone von Sibiu gelegenen Landplatzes von Cisnadie Magura per Email und Telefon zu kontaktieren. Glücklicherweise antworten uns Ben und Andreaa, welche auch das ansässige BENZOI Fallschirmsprung-Zentrum betreiben. Ben und Andreaa sind sehr hilfreich, auch sprachlich gibt es keine Hürde – man spricht Deutsch und Englisch. Ben kommt extra für unsere Ankunft zum Platz, organisiert Benzinkanister und fährt uns zur Tankstelle, um Superbenzin zu kaufen. Dieser Hilfsbereitschaft begegnen wir noch öfter auf unserer Reise. Wo staatliche Organisation nicht so richtig funktioniert, ist Eigeninitative die Regel. Die in der AIP vermerkten Kontakte reagieren nicht immer, aber das Pilotennetzwerk findet meist eine Lösung. Nachdem wir den Flugplan telefonisch geschlossen haben, die D-KYSI betankt und verzurrt haben, geht es mit dem Uber-Taxi in 20 Minuten zur gebuchten Pension in der Altstadt von Sibiu.

Sibiu, das ehemalige Hermannstadt, steht zu Recht weit oben auf der Liste der Sehenswürdigkeiten in Rumänien. Die charmante Altstadt spiegelt die vielfältige Geschichte wieder. Bereits im 12. Jahrhundert erreichten auf Einladung des ungarischen Königs die ersten deutschen Siedler die damals noch ungarische Stadt, welche zum Zentrum der Siebenbürger Sachsen wurde. Später wurde sie mehrfach von den Türken belagert, jedoch nie erobert und ab Ende des 17. Jahrhundert Teil der Habsburger Monarchie, bis sie nach dem ersten Weltkrieg Rumänien zugeschlagen wurde. Die deutschen Wurzeln und Einflüsse sind an vielen Stellen im Stadtbild sichtbar. Der Stadtrundgang und das Abendessen im La Arhive, einem Restaurant für rumänische Spezialitäten, lassen die Zeit schnell vergehen.

Tags darauf bringt uns ein Uber wieder nach Cisnadie, wo wir die Maschine flugklar machen. Der Flugplan für den kurzen Sprung nach Brasov – es sind nur 45 Minuten – ist schnell erledigt. Ben hatte uns auch einen Kontakt zu einem neuen Landeplatz besorgt, da in Brasov Sanpetru in den vergangenen Wochen leider niemand auf unsere Anfragen geantwortet hatte. Corona ist ein neu geöffneter privater Platz gleich neben dem Landeplatz Prejmer, und unser Kontakt Andrei Vancea hatte uns per Whatsapp alle nötigen Infos und Procedures gesendet, auch für den Abflug innerhalb der Kontrollzone am nächsten Tag. Auftanken müssen wir nicht, und so parken wir die Dimona nach der Landung an der vorgegebenen Position und bestellen erneut ein Uber. Die Fahrtzeit in die Altstadt von Brasov dauert circa 30 Minuten.

Das ehemalige Kronstadt liegt malerisch zu Füssen des Hausbergs Tampa, den ein Hollywood ähnlicher Schriftzug krönt. Für eine wunderbare Aussicht kann man ihn per Seilbahn oder in ca 40 Minuten zu Fuss erklimmen.

Von Brasovs alten Befestigungsanlagen sind einige Basteien und Türme gut erhalten. Die von Rittern des Deutschen Ordens gegründete Stadt war wie Sibiu ein Zentrum der Siebenbürger Sachsen, und wurde im 16. Jh. unter Honterus ein Zentrum der Kirchenreformation. Die berühmte Schwarze Kirche war zu ihrer Zeit die größte gotische Pfarrkirche südöstlich von Wien. Manchen Zünften der Stadt wurde die Instandhaltung und Bemannung einzelner Basteien übertragen, so z.B. der Weber-Bastei. Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung essen wir im Ursul Carpatin rumänisch-herzhaft zu Abend.

Eine Besichtigung des circa 30 km südwestlich von Brasov gelegenen Schlosses Bran, welches wegen der Ähnlichkeit zum fiktiven Schloss des Grafen Dracula auch als „Draculaschloss“ beworben wird, geht sich zeitlich nicht aus, wenn wir weiter zur Schwarzmeerküste wollen.

Auch am folgenden Tag zeigt das DWD Wetterbriefing CAVOK Bedingungen für unseren Weiterflug. Ursprünglich hatten wir die Idee nach Tulcea ins Donaudelta am Schwarzen Meer zu fliegen. Aktuell sind in dieser Grenzregion zu Moldawien jedoch etliche militärische Sperrgebiete täglich aktiv, und zudem gibt es am Verkehrslandeplatz nur Jet A1 Treibstoff. Deshalb streichen wir das Ziel und routen direkt nach Tuzla am Schwarzen Meer. Der Landeplatz liegt südlich des Regionalflughafens Constanta Mihail Kogalniceanu, welcher aktuell zur größten NATO Airbase in Europa ausgebaut werden soll.

Wie von Andrei gebrieft geben wir vor dem Start dem Turm vom Regionalflughafen Brasov per Telefon kurz Bescheid. Nach dem Start in Corona weist uns Brasov einen Transpondercode zu und steigen auf 5.000 Fuß MSL um über die Karpatenausläufer nördlich an Bukarest vorbei Richtung Buzau zu fliegen. In Rumänien behält man den zugewiesenen Transpondercode für die Dauer des Fluges bei. Von den Bergen geht es nun in die rumänische Ebene. An der Grenze zur Region Dobrudscha überfliegen wir erneut die breite Donau, welche sich hier nordwärts nach Galati schlängelt und danach ins Donaudelta des Schwarzen Meeres fliesst. Constanta Approach gibt die Freigabe zum Einflug in die Kontrollzone und „Direct-To“ auf Tuzla. Wir staunen nicht schlecht, als die Controllerin uns von einer landenden F-16 separiert. Nach 1:45 Stunden setzen wir in Tuzla auf.

Der Flugplatz hat seine in SkyDemon und der AIP vermerkten Graslandebahnen mittlerweile geteert. Da eine Flugschule mit sieben DA20 aktiv ist, herrscht auch munterer Verkehr in der Platzrunde. Hier gibt es AVGAS, wir rollen zur Tankstelle und tanken voll. Zu unserer Überraschung ist danach das rechte Hauptrad komplett platt, und die Dimona lässt sich nicht mehr bewegen. Glücklicherweise gibt es am Platz eine Air Service Maintenance mit Hangar und Werkstatt, welche auch die ansässige DA20 Flotte der Flugschule betreut. Freundlicherweise können wir uns dort einen Kompressor und noch das eine oder andere Werkzeug ausleihen, um die Dimona zum Hangar zu schieben, dort das Rad auszubauen und den Schlauch zu flicken. Nach drei heissen Stunden ist der Schaden behoben. AVGAS und die Gebühren sind bereits bezahlt, und endlich es geht mit dem Uber-Taxi zum Hotel nach Eforie Sud. Dieser Badeort liegt circa 20 km südlich der Stadt Constanta und ist bekannt durch einen der schönsten Strände an der Schwarzmeerküste. Unser Hotel liegt fußläufig zum Strand. Den Nachmittag verbringen wir am Wasser und einer der geöffneten Strandbars. Die Sand- und Wasserqualität erinnert uns an die Adria, während die Strandzeile einen sozialistischen Touch nicht verheimlichen kann. Anfang Juli beginnt hier gerade die Urlaubssaison, so dass wir uns für zwei Übernachtungen Zeit nehmen.  Das Abendessen im Fischrestaurant La Petre Pascarul schmeckt ganz vorzüglich.

Am folgenden Tag nehmen wir den Zug der rumänischen Eisenbahn ab Eforie Sud für einen Tagesausflug nach Constanta. Der dortige Bahnhof liegt ein ganzes Stück ausserhalb der Altstadt. Constanta geht auf eine oströmische Stadt zurück, deren Historie und Stadtmauern noch vielerorts anzutreffen sind. Aber man bekommt auch einen guten Eindruck der Zeitenwende in Rumänien. Während einige Gebäude bereits renoviert sind, gibt es noch viel Altbestand aus der Ceaucescu-Ära, oder noch aus der Zeit davor. Der weitläufige Hafen ist nach wie vor ein wichtiger Frachtumschlagplatz. Die Altstadt liegt auf einer Halbinsel, welche von einer Uferpromenade geschmückt wird. Neben der sehenswerten griechisch-orthodoxen Kirche St. Peter und Paul, lohnt sich ein Aufstieg auf das Minarett der Carol-I.-Moschee für einen Rundblick über Altstadt und Hafen. Das bekannteste Wahrzeichen dürfte jedoch das Casino aus dem Baujahr 1910 sein. Im Stil der Belle Epoque gebaut, war es im Sozialismus Jahrzehnte geschlossen, und verfiel zusehens. Nach einer jahrelangen Sanierung hat das Casino erst kürzlich wieder die Pforten geöffnet. Es erstahlt im neuen Glanz und entwickelt sich zu einem der Hotspots von Constanta.

Am späten Nachmittag sind wir zurück am Strand von Eforie. Nach dem Abendessen gönnen wir uns als Dessert Baklava von einem der Stände an der Strandzeile. An dessen exzellenter Qualität merkt man, dass es nur noch circa 300 km Luftlinie nach Istanbul sind. Es bleibt noch Zeit die Flugroute für den nächsten Tag entlang der bulgarischen Grenze nach Westen zu planen. Das Wetter sieht unverändert gut aus, mit einer leichten Tendenz zur Labilisierung im Westen.

Am nächsten Morgen müssen wir länger nach einem Uber Taxi suchen, da so früh noch wenig Fahrer unterwegs sind. Wieder am Flughafen von Tuzla geht es direkt zur Maschine. Das rechte Hauptrad hat die Luft gehalten, und so machen die Dimona abflugbereit. Wir starten auf der langen Landbahn 04 und fliegen aus der Platzrunde ab. Da Tuzla unseren Flugplan nicht aktivieren wollte, erledigen wir dies im Funk. Unsere Flugroute Richtung Westen führt uns stets nördlich der Donau entlang der bulgarischen Grenze über die Große und später die Kleine Walachei („Muntenien“ und „Oltenien“). Wir vermeiden die Kontrollzone des Militärflugplatzes Fetesti, und passieren den Großraum von Bukarest im Süden. Durch die CTR Craiova nehmen wir direkten Kurs auf Drobeta, müssen aber  vorher die Centerline von Craiova östlich in niedriger Flughöhe queren. Nach 3:00 Stunden Flugzeit landen wir auf der langen Grasspiste 27 des Aerodromul Drobeta. Der Platz liegt circa 15 km entfernt auf einem Plateau über der Donau und der Stadt Drobeta Turnu Severin, im Länderdreieck zu Bulgarien und Serbien. Der Zusatz Drobeta erinnert seit 1972 an die römischen Wurzeln der Stadt.

Wir haben uns zum jährlichen „Drobeta Fly-In“ angemeldet, welches am nächsten Tag bereits zum 18. Mal stattfindet. Der Veranstalter Endy Molnar betreibt auch den Landeplatz, und ist ein echtes Organisationstalent im lokalen Aeroclub. Es ist heiss und schwül als wir ankommen, trotzdem dreht sich bereits ein Spanferkel am Grill. Endy stellt uns seiner Familie und einigen bereits angereisten Piloten vor, welche uns gleich zu Tisch bitten. Von Westen zieht ein massives Gewitter auf von dem wir hoffen, dass es nördlich des Platzes vorbeizieht. Trotzdem verdoppeln wir die Vertäuung am Motorsegler mit weiteren geliehenen Bodenankern. Kurz darauf flüchten wir dennoch (zusammen mit dem Spanferkel-Spiess) in den einzigen Hangar, während sich draussen das Gewitter entlädt. Nach einer halben Stunde ist der Spuk vorbei, und alle Flugzeuge sind heil geblieben. In den kommenden Stunden landen weitere Maschinen, meist aus Rumänien und seltener aus Bulgarien. Der Abend wird eine feucht-fröhliche Veranstaltung, wir bleiben bis zum Schluss bevor wir müde ins Zelt fallen.

Am nächsten Morgen stellt der Aeroklub in kürzester Zeit die Infrastruktur für eine kleine Airshow auf. Zum Fly-in sind circa 50 Crews mit ihren Maschinen angereist. Aus Drobeta kommen weitere 500 flugbegeisterte Zuschauer, welche mit viel Interesse den Kunstflugvorstellungen folgen. Nach dem Ende der Vorstellung gibt es für die angereisten Piloten vor dem Heimflug ein schmackhaftes Gulasch aus einer mit Holz befeuerten Gulaschkanone. Wir verabschieden uns spätnachmittags, um noch die 3:30 Stunden Etappe Richtung Siofok/Ungarn zu fliegen. Direkt aus der Startrichtung 27 nehmen wir den Kurs auf, und folgen dem Grenzverlauf um zum „Eisenen Tor“, einem circa 100 km langen Durchbruchstal der Donau durch die Karpaten, zu kommen. Nach dem Kaltfrontdurchgang gestern herrscht eine turbulente Westwindkomponente, welche unsere Ground Speed merklich um 30 km/h auf knapp 120 km/h reduziert. Wir bleiben deshalb tief, drehen auf Nordwestkurs und steigen erst mit dem ansteigenden Gelände der südwestlichen Karpaten auf 5000 Fuß um knapp über die Bergkämme zu kommen. Nachteilig ist nur die schlechte Funkverbindung zur FIS. Eine weitere Maschine hilft uns im Relais unseren Flugplan zu öffnen.

Nach dem bewaldeten Nationalpark von Cheile sinken wir ab Oravita wieder tiefer. Etwas später passieren wir Timisoara im Südwesten. Kurz vor Szeged queren wir die Grenze nach Ungarn. Danach kann es direkt mit Kurs 300 Grad nach Siofok gehen. Der Flugplatz Siofok ist ein bekanntes Fallschirm-sprungzentrum, und liegt unweit des Südufers des Plattensees. Wir landen um 19:00 Uhr Ortszeit, und haben Glück noch jemanden am Platz anzutreffen um aufzutanken. Danach rollen wir den langen Taxiway zum Camping am anderen Ende des Geländes. Die Anlagen sind gepflegt, und unser kleines Bergsteigerzelt ist schnell aufgestellt. Weil aktuell keine Fallschirmspringer am Platz sind, ist leider das Restaurant am Flugplatz geschlossen. Wir können anderen Campern einige Dosen Bier abkaufen, und verzichten darauf noch ins nächste Restaurant im 10 km entfernten Ort Siofok zu fahren. Die letzte Etappe zurück nach Unterwössen planen wir mit einem frühen Start morgens, und geben auch gleich den Flugplan auf.

Die Nacht ist erholsam bei angenehmen Temperaturen. Bereits um 07:00 Uhr Ortszeit heben wir ab auf (Frühstück gibt es ja keines), und steigen nach dem Abflug auf Westkurs über den stillen Plattensee. Per Funk aktivieren wir den Flugplan, und erreichen nach einer Stunde Flugzeit bei Heiligenkreuz die Grenze zu Österreich. Über Fürstenfeld geht es nach Kapfenberg an der Mur. Da das Wetter CAVOK bleibt, können wir fast auf direkter Kurslinie fliegen und so die Kontrollzone Zeltweg (heute ist Formel 1 Wochenende in Spielberg) vermeiden. Über den Schoberpass fliegen wir nach Trieben und Liezen, jenen Bereich der Ostalpen der uns als Segelflieger gut bekannt ist. Am Dachstein und im Pongau sorgt die sich entwickelnde Thermik für einen erhöhten Reisedurchschnitt. Weiter geht es auf der thermischen „Rennstrecke“ des Steinernen Meers und Lofer, bis wir Reit im Winkl erreichen und den Flugplan bei der FIS Langen schliessen. Nach insgesamt 18:30 Stunden Gesamtflugzeit landen wir wohlbehalten wieder in Unterwössen.

Autoren: Hans Schreck und Peter Stahl
Fotos: Hans Schreck

Die Route: Unterwössen, Prievidza, Debrecen Hajduszoboszlo, Sibiu Cisnadie, Brasov Corona, Tuszla, Drobeta, Siofok, Unterwössen

Kartenmaterial:  Tablet mit SkyDemon; ICAO Karte Österreich, Rogers Karten Ungarn, Rumänien West + Ost

Zusatzequipment:  Notausrüstung inklusive Signalraketen, Warnwesten fürs Vorfeld, Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Erdanker mit Gurten, Werkzeug

Gut zu wissen:  Flugplanpflicht besteht i.d.R. bei Grenzübertritt, es sei denn es gelten Erleichterungen (s. AIP). In Rumänien gilt bei quasi allen Flugbewegungen Flugplanpflicht, da oft Kontrollzonen tangiert werden. Die Aktivierung und Schließung von Flugplänen bei FIS sollte man bei unbesetzten Plätzen beachten. VFR Routen in Kontrollzonen und TMAs beachten.
 Die FIS Funkabdeckung ist in Zentralrumänien bzw über den Karpaten in niedriger Höhe nicht zuverlässig.

Links: AIP Ungarn: https://ais-en.hungarocontrol.hu/aip/
 AIP Rumänien: https://www.aisro.ro/
 romatsa Aeronautical Info Portal: https://flightplan.romatsa.ro/init/default/index
 u.a. für NOTAMs, Meteo

PIREPS:  Pilot Reports sind eine gute Quelle zu Flugplatzinfos:   http://www.eddh.de
Ebenso Landeplatz-Kommentare in SkyDemon

Wetter:  DWD Internet-Zugang (kostenpflichtig):  http://www.flugwetter.de
 GAFOR Südost Europa https://viewer.egafor.eu/egafor-viewer/

Streckenflugtage in Namibia – Segelflugurlaub in Veronica 2026

Ein Reisebericht von Mark Christmann:

Zwischen dem 2. und 16. Januar 2026 war ich auf der Lodge Veronica in Namibia und konnte dort den Arcus M eines Freundes mitnutzen. Die Bedingungen waren – typisch für den namibischen Hochsommer – meist hervorragend, aber keineswegs trivial. Wer hier sauber fliegen will, muss die Tagesentwicklung lesen können und bereit sein, Entscheidungen konsequent anzupassen.

Die Thermik setzte an den meisten Tagen früh ein, oft schon gegen 10:30 Lokalzeit. Die Basis lag zwischen 4.200 und 5.000 m MSL, an guten Tagen auch etwas darüber. Die Steigwerte bewegten sich überwiegend zwischen 3 und 5 m/s, an Spitzentagen auch darüber. Zwischendurch gab es aber auch blaue Phasen, Inversionen und lokale Abschattungen, die taktisch sauberes Fliegen erforderten.

Der Arcus M, den ich dank meinem Freund Ernst Eymann nutzen konnte, war für diese Bedingungen ideal, da er komfortable Sicherheitsreserve durch Eigenstartfähigkeit und über eine sehr gute Gleitleistung für lange Linien verfügt. 

Ausgewählte Flugtage waren 

2. Januar – Zum Einstieg flogen wir ein konservatives Dreieck über Gobabis und Leonardville. Die Thermik war brauchbar, aber noch nicht voll entwickelt. Wir blieben bewusst hoch und nutzten den Tag, um uns wieder an die lokale Struktur zu gewöhnen.

4. Januar – Eine ausgeprägte Wolkenstraße Richtung Nordosten erlaubte längere Gleitstrecken. Querungen waren schwächer als erwartet, weshalb wir den nördlichen Wendepunkt nicht weiter hinauslegten. Ein technisch sauberer Tag ohne Motor.

9. Januar – Die Basis lag bei knapp 5.000 m, die Linien waren klar, die Steigwerte kräftig. Wir flogen Richtung Tsumeb und entlang des Etosha-Rands. Mehrere 5–6 m/s Bärte, lange tragende Linien – ein klassischer Namibia-Tag. Wir verzichteten bewusst auf ein weiteres Vorstoßen nach Westen, da dort Abschattung drohte.

Besonderes Highlight: mein 1000-km-Flug: 1.103 km · Mark Christmann · Veronica 08.01.2026

Während unseres Aufenthalts gelang mir ein bemerkenswerter 1000-km-Flug. Der Flug zeigt, was Namibia an guten Tagen leisten kann:

  • frühe Startbereitschaft,
  • hohe Basis,
  • durchgehende Linien über mehrere hundert Kilometer,
  • und die Fähigkeit, konsequent taktisch zu fliegen, ohne sich von lokalen Störungen aus dem Konzept bringen zu lassen.

Für uns war er ein schönes Beispiel dafür, wie leistungsfähig die Region um Veronica ist.

Die Lodge selbst wirkt wie ein Ruhepol mitten in der Wildnis. Klein, fein, persönlich – genau so beschreibt sie sich, und genau so fühlt es sich an. 

Nach der Landung wartete Veronica mit genau dem, was man nach einem langen Flugtag braucht: Ein kühles Getränk, ein schattiger Platz, herzliche Gespräche mit anderen Piloten und das Gefühl, angekommen zu sein.

Die Abende waren ein eigenes Kapitel: Sonnenuntergänge, die den Himmel in Gold und Purpur tauchen, das ferne Rufen der Tiere, und über allem die Stille der namibischen Nacht. Man sitzt zusammen, erzählt von Steigwerten, Wolkenstraßen, Entscheidungen – und weiß, dass jeder am Tisch versteht, wovon man spricht.

Namibia bleibt ein Gebiet, das man mit Respekt fliegt – und das einen dafür mit außergewöhnlichen Strecken belohnt. Der 1000-km-Flug von Ernst Eymann war das Sahnehäubchen eines insgesamt sehr gelungenen Flugurlaubs.

Wir haben in diesen zwei Wochen keine Rekorde gejagt und auch keine Heldengeschichten erlebt, sondern sind einfach gut geflogen.

Man reist ab, aber man nimmt etwas mit. Nicht als großes Gefühl, sondern als ruhige Gewissheit, dass es gut war und es sich lohnt, zurückzukehren.

Segelfliegen in Fuentemilanos 2025 – eine kurze Nachlese

Von Peter Stahl, der im Sommer 2025 mit seiner ASH 26E „GA“ zum Flugplatz Fuentemilanos reiste:

Bekanntlich war unser Vereinskamerad Bernd Rohleder in den Jahren 2007 bis 2016 dort Stammgast und konnte mir im Vorfeld viele gute Erfahrungen und Informationen mit auf den Weg geben.

Das Fliegen unter der Sonne Spaniens war geprägt von Blauthermik und heißen Tagen, wobei es sich bei Basishöhen über 3.000 m im Verlauf der Flüge temperaturseitig gut aushalten ließ. Das Potenzial von Spanien zeigte sich an einigen Tagen, wo mir Strecken von rund 800 km mit Schnitten > 125 km/h gelangen.


Wie WeGlide zeigt, stellte sich die „1000 km Wetterwoche“ erst nach meiner Abreise in der ersten Augustwoche ein.

Und nach der Tradition von Hans-Georg muß es ja auch nicht nur immer Fliegen sein. 
Neben dem Segelfliegen bietet Kastilien interessante Ausflugsziele und auch die Hauptstadt Madrid ist nicht weit entfernt.

Apropos..wie wäre es mit einem SGSM Fluglager in Fuentemilanos?
Die gute Erreichbarkeit von Madrid per Airline und den Schnellzug nach Segovia macht Fuentemilanos auch für kurze Aufenthalte interessant.

Resümee:
 Auch wenn die berühmten 1000 km-Flüge nicht gelungen sind, wurde es ein schöner „Fliegerurlaub“. 

Informationen zu Fuentemilanos findet ihr auf deren Homepage…einfach mal googeln 🙂

Unser LS6-Hänger ist jetzt 100 km/h „ready“

Peter schreibt:

In der Winterarbeit 2025/2026 wurde auch in den LS6 Hänger investiert. Die alte Hängerachse, genauer die internen Dämpfungselemente, waren durch die vergangenen Hochwasser nicht mehr funktionsfähig und die Achse an sich „BER“ (beyond economic repair). Darauf hat Mark eine neue Achse bei ALKO organisiert, wenn auch mit etwas B&B (Bitten und Betteln).

Die Umrüstung gestaltete sich aufwendiger als gedacht, was erst nach dem Abbau der alten Achse erkennbar wurde. COBRA nutzt einen anderen Lochabstand als ALKO und so mussten neue passende Befestigungslöcher in die Achsaufhängung gebohrt werden.  Zudem sind Stoßdämpfer montiert worden.
Ergo, bis auf neue Reifen ist unser LS6-Hänger jetzt 100 km/h „ready“.

Nach den ersten Rückmeldungen von Simon hat sich die Investion gelohnt:

„…ja, das war auf jeden Fall eine starke Verbesserung! Der 7000er Hänger war ja vorher ziemlich wackelig auf der Autobahn, oder bei Wind. 
 Ich würde sagen er ist vielleicht immer noch nicht ganz so gut wie der LS4-Hänger, aber es ist jetzt fast gleich. Hat sich definitiv gelohnt! …“
 

KYSI Besuch in der Flugwerft Schleißheim im August – Nachlese aus dem Sommer

Am Sonntag, den 10. August, haben wir (Hans Günther und ich) bei bestem Wetter mit unserer KYSI einen schönen Ausflug zur Flugwerft Schleißheim am Flugplatz EDNX unternommen. 

In der Flugwerft fand an diesem Wochenende ein Aktionswochende anlässlich des 80. Jahrestag der Übernahme des Flugplatzes Schleißheim durch die US Army statt. Zwei US-Militärhubschrauber vom Typ UH-72 Lakota besuchten die Flugwerft und konnten durch die Besucher – geführt von den Helikopterbesatzungen – aus der Nähe besichtigt werden. Darüber hinaus hat die in Schleißheim stationierte Bundespolizei sowohl am Samstag wie am Sonntag einen ihrer Super Pumas auf dem Gelände der Flugwerft gelandet, darüber hinaus gab es eine Technikschau historischer Militärfahrzeuge sowie einer Bo105 der Heeresflieger. Ein Biergarten mit Bratwurstgrill war auch vorhanden – für uns natürlich nur mit Wasser und Spezi… 😉

Hans hatte für unsere Flüge einen schönen Kurs gewählt, betreut von Langen ATC ging es auf dem Hinflug via Rosenheim direkt nach München über Haidhausen entlang des Deutschen Museums und dann über die Innenstadt Richtung Norden linker Hand entlang des Englischen Gartens zum Flugplatz Oberschleißheim. Dort dann in die große Platzrunde – einmal rund um Ober- und Unterschleißheim – und dann über den Endteil von Osten auf den Platz Schleißheim. 
Die Flugwerft hat eleganterweise einen eigenen Taxiway, der direkt vom Westende der Runway zur historischen Halle der Flugwerft führt. Die Landegebühren kann man dann direkt Online bezahlen, alles ist damit sehr bequem gelöst. 

Nach Erkundung von Flugwerft und den Helikoptern, einer stärkenden Bratwurstsemmel vom Grill und einem Espresso im Museumskaffee ging es dann am Nachmittag wieder Richtung UWOE. Die Route führte uns diesmal Richtung Süden über Bad Tölz zu den Bergen und dann entlang von Tegern- und Schliersee via Wendelstein und Kampenwand heim zum Platz.

Nach dem Einräumen des Motorseglers ließen wir den Tag mit einem erfrischenden Bad in der Tiroler Achen langsam ausklingen. Die Rückfahrt nach München per Mopped dann via Aying mit einem guten Abendessen und (bleifreien) Bier im Garten der Brauereigaststätte und zum Sonnenuntergang wieder zurück in München – ein perfekter Sommerausflug! 

Vielen Dank auch an all die fleißigen Betreuer unserer KYSI, es war wieder eine Freude diesen schönen Flieger nutzen zu können!

Hans Günther und Marc

Verlust eines guten Freundes

english translation

Hans-Georg Raschke
Schwarz/Weiss
Ruhe in Frieden

Plötzlich und völlig unerwartet haben wir Hans-Georg bei einem tragischen Flugunfall in seinem geliebten Barcelonnette verloren. Hans-Georg und der ihm sehr vertraute Schlepp-Pilot Etienne sind dabei am 16. August ums Leben gekommen. 

Wir sind tief erschüttert und können immer noch nicht fassen was passiert ist. Hans-Georgs Tod reißt ein großes Loch in unseren Verein und hinterlässt uns in tiefer Trauer und Mitgefühl mit den Angehörigen von Hans-Georg und seinem Schlepp-Pilot. 

Hans-Georg war ein „Urgestein“ unseres Vereins, er war unser Streckenflugmentor, langjähriger Flugbetriebsleiter und als Sommerbewohner unserer Unterkunft die gute Seele unseres Clubs. Es war ihm ein besonderes Anliegen seine Erfahrungen zu teilen und er hat dabei vielen jungen Pilotinnen und Piloten den Zugang zur Streckenfliegerei geebnet und erleichtert. 

Gerade an den Wochenenden hat er den arbeitenden Clubmitgliedern stets den Vortritt auf den Vereinsmaschinen gelassen. Und auch wenn er am liebsten gerne selbst den Steuerknüppel in der 2020 oder 7000 (möglichst wendig mit kurzen Flächen!) in die Hand nahm, hat er sich oft die Zeit genommen, als Mitflieger im Duo die Erfahrungen direkt an unsere Pilotenschaft im Verein weiterzugeben. Gerne lernte man dann den geflügelten Ausdruck von unserem HGR: „Geh rumm, du Bock“  – seine typische direkte knorrige Aufforderung an den Duo und sich selbst, bitte doch den Thermikschlauch auch korrekt zu zentrieren…

Hans-Georg war auch der Motor für unser sommerliches Fliegerlager in Barcelonnette, zusammen mit seinem treuen VW Bus und einem unserer Einsitzer (7000 oder 2020) war er dann üblicherweise von Ende Juli bis Anfang September „mal weg“. Regelmäßig haben sich verschiedene Vereinsmitglieder wochenweise angeschlossen und von seinen Erfahrungen dort profitiert. „L’Equipe Siemens“ war durch HGR ein fester Bestandteil des Sommers am Flugplatz – und sein Bus der Treffpunkt. Aber nicht nur Barcelonnette war sein Ziel, regelmäßig hat Hans-Georg seinen Horizont an anderen Plätzen in Europa und der Welt erweitert. Dem deutschen Winter ist er durch seine Mitgliedschaft im Narromine Gliding Club in Australien entkommen, darüber hinaus hat er auch mehrfach Bitterwasser in Namibia besucht. 

Lieber Hans-Georg, wir werden Dich sehr vermissen, Dein Andenken aber bleibt!  
Ruhe in Frieden – wir werden dich in unseren Herzen behalten.

Deine Freunde der Segelfluggruppe Siemens München e.V.

Veröffentlicht unter Verein

Zwischen Mont Blanc und Matterhorn – Wandersegelflug 2025

Chris und Ute starteten Ende Mai zu einem außergewöhnlichen Wandersegelflug quer durch die Westalpen. Vom Start in Unterwössen führte der Weg über Hohenems, Aspres und Barcelonnette bis nach Aosta – mit atemberaubenden Eindrücken zwischen Mont Blanc, Matterhorn und Ortler. Trotz Wetterkapriolen und kanadischem Rauch in der Luft blieb die Reise ein fliegerisches Fest voller Begegnungen, Herausforderungen und unvergesslicher Ausblicke. Der krönende Abschluss: ein Traumflug über den Ortler zurück nach Hause.

Blick vom Pic de Bure nach Richtung Grenoble:

„Hier“ geht’s zum ausführlichen Reisebericht des Wandersegelflug.

72 Jahre SGSM – Ein Grund zur Freude! 🎉✈️

Diesen Sommer feiert die SGSM ihr 72-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum, das durch einen Eintrag in der „Limmerischen Chronik“ belegt ist. Seit der Gründung im Jahr 1953 steht die SGSM für Leidenschaft im Segelflug.

Herzlichen Glückwunsch an alle Mitglieder, Unterstützer und Freunde der SGSM – auf die nächsten 72 Jahre voller Thermik, Teamgeist und technischer Weiterentwicklung!

>> Hier geht’s zur Chronik: Historie

Just 4 fun…

Beim gemütlichen Durchblättern der aktuellen LVB-Zeitschrift in der vergangenen Woche fiel mir ein ganz besonderer Beitrag ins Auge – eine schöne Überraschung, die ich gern mit euch teilen möchte. Ausgabe: 01-2025 Seite: 27

Mit freundlicher Zustimmung vom LVB, der am Artikel und Foto Beteiligten und unserer Judith (SPIC) 🙂

Follow-up & Fortschrittsmeldung: Eine eLSe fährt nach Polen…

LS4 in der Wartung – Bald wieder einsatzbereit!
Ursprünglicher Artikel von Jan2025:
https://sgsm.de/flotte/eine-else-faehrt-nach-polen/

Unsere „Else“ befindet sich aktuell in der planmäßigen Wartung bei MG Gliedes in Polen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit sie bald wieder für den Vereinsbetrieb zur Verfügung steht.

Wartungsarbeiten in vollem Gange

Derzeit werden alle sicherheitsrelevanten Komponenten überprüft. Steuerseile, Flächenübergänge und kleinere Reparaturen stehen auf der Liste. Damit stellen wir sicher, dass unser Flieger auch in Zukunft zuverlässig und sicher fliegt.

Lackierarbeiten starten demnächst

Nach Abschluss der technischen Wartung wird Else eine Auffrischung der Lackierung erhalten. Die Arbeiten werden in den kommenden Wochen beginnen, sodass unser Flugzeug nicht nur technisch, sondern auch optisch in bestem Zustand zurückkehrt.

Wir halten euch über den Fortschritt der Arbeiten auf dem Laufenden und informieren rechtzeitig, sobald Else wieder einsatzbereit ist. Ein großer Dank geht an alle, die die Transporte und Organisation der Lackierung tatkräftig unterstützen!

Winterwerkstatt bei SGSM – Eine erfolgreiche Wartungssaison 24/25

Während die Segelflugzeuge in den Hangars auf ihren nächsten Einsatz dieses Jahr warten, waren unsere Mitglieder bereits fleißig bei der Arbeit. Die Winterwerkstatt war und ist in vollem Gange! An mehreren Wochenenden wurde bereits geschraubt, geprüft und optimiert – mit großem Erfolg.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die sich mit Engagement und Tatkraft eingebracht haben! Eure Unterstützung ist essenziell, um unsere Flugzeuge und Ausrüstung in bestem Zustand zu halten. 

Transponder Einbau, sowie die Installation von Haubenblitzern ermöglicht uns diese Saison einfachere Freigaben zu bekommen und vor allem besseres Gesehen werden im Flug! 

Doch die Arbeit ist noch nicht getan! Die Winterwerkstatt läuft weiter, beziehungsweise steht das große aufrüsten zum Saisonstart bevor und jede helfende Hand wird gebraucht. Ob erfahrener Helfer oder neugieriger Neuling – gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Flotte bestens vorbereitet in die neue Flugsaison startet.

…und manchmal ist dann auch noch Zeit für eine kleine Belohnung – einen Ausflug mit der
D-KYSI

Die Unterkunft hat ein Upgrade

Dank des Engagements unserer Vereinsmitglieder unter der Projektleitung von Thomas konnte die Heizungsumstellung in der SGSM-Unterkunft in Teamarbeit im letzten Jahr abgeschlossen werden. Wir haben uns entschieden, die alte Ölheizung durch eine moderne Wärmepumpe zu ersetzen. Anbei ein schöner Bericht hierzu von Manfred, der das Projekt nochmal in Bildern anschaulich und unterhaltsam zusammengefasst hat.

Und für alle „TLDRs“ („too long, didn’t read“ 😉), anbei eine kurze Zusammenfassung (wobei wir Euch nochmal viel lieber die Langfassung von Manfred ans Herz legen wollen):

Unsere Unterkunft ist jetzt deutlich umweltfreundlicher und energieeffizienter. Die Wärmepumpe sorgt zuverlässig für Frostschutz und ist auf die Anforderungen unserer Unterkunft abgestimmt. Sie ermöglicht es uns, auch in kalten Wintermonaten mit wenig Energie auszukommen, ohne auf primäre fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas zurückzugreifen.

Besonders stolz sind wir auf das Engagement im Verein. Ein großes Dankeschön geht insbesondere an Thomas mit Unterstützung von Manfred, die das Projekt mit vielen tatkräftigen Helfern, großer Hingabe und unter Einbindung eines Fachbetriebs geplant und umgesetzt haben. Das Projekt konnte im Frühjahr mit dem Ausbau und der fachgerechten Entsorgung der alten Heizung und Tanks begonnen und während der Sommermonate in Etappen erfolgreich umgesetzt werden.

Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt ermöglicht haben! Ihr habt nicht nur unsere Unterkunft technisch aufgewertet, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Herzlichen Dank für Euer super Engagement!

Eine eLSe fährt nach Polen…

Unsere „eLSen“ bekommen derzeit nacheinander eine Verjüngungskur in Sachen Lack. Nachdem wir letztes Jahr mit unserer LS6 zur Neulackierung bei MG Gliders in Polen waren, ist nun mit der D-0800 die erste unserer beiden LS4 an der Reihe.

Begleitet wurde unsere eLSe bei ihrem Ausflug nach Schlesien von Detlef und mir. Treffpunkt am frühen Morgen an unserer Halle, ein letzter Check von Hänger und Unterlagen und los ging es.

Im Dunklen in UWOE gestartet und im Dunklen in Ligota / Oberschlesien (nordwestlich von Bielsko-Biala) angekommen. In UWOE lag noch Restschnee und mit Grenzübertritt nach Polen fiel frischer Schnee in den oberschlesischen Hügeln… und dazwischen viel Sonnenschein…

Wir wurden in Ligota nach Ankunft sehr freundlich von der Crew von MG Gliders empfangen. Kurze Bestandsaufnahme des Flugzeugs, Erstellung von Übergabeprotokoll und Auftragspapieren und schon konnten wir direkt zu unserem Übernachtungshotel in Ustron aufbrechen. Eine knappe halbe Stunde Fahrt und wir erreichten die „Willa Kraj“ – wie der Name schon sagt war unsere Unterkunft in einer schönen historischen Villa Nahe des Zentrums von Ustron gelegen.

In Ustron war sogar noch ein Weihnachtsmarkt aufgebaut (ob die den bis Lichtmess stehen lassen?), uns war aber mehr nach einem kühlem Fahrtbier als nach dem süßlich duftenden Glühwein.

Nachbesprechung der Fahrt dann in einem netten Kellerlokal (Restauracja Smaki Beskidów) mit leckeren Rouladen, schlesischen Knödeln und lokalem Bier – Prost!

Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass es nochmal etwas geschneit hat, glücklicherweise klarte es dann auf. Ein reichhaltiges polnisches Frühstück im Hotel und dann ging es um 09:00 Uhr wieder Richtung Heimat.
In Ustron noch ein Foto von einem Fliegerdenkmal entlang des Weges geknipst und dann nach Tankstopp Richtung Autobahn nach Westen… In der Gegend von Olmütz gab es nochmal etwas lokalen heftigen Schneefall mit weißen Straßen, dass sollte dann aber glücklicherweise der letzte Schnee des Tages bleiben.

Auf der Hinfahrt am Freitag fiel uns bereits am Flughafen Vyskov in Tschechien ein Luftfahrt-Museum mit alten Flugzeugen der tschechischen Luftwaffe direkt neben der Autobahn auf, auf der Rückfahrt wollten wir dann mal genauer hinsehen… leider stellte sich aber heraus, dass das Museum bis April noch geschlossen ist, nur zwei Hunde haben uns mit ihrem Bellen unmissverständlich klargemacht, dass wir nicht vor dem Frühjahr zurückkommen sollten… 😉

Die weitere Fahrt war sehr sonnig und entspannt… außer dass wir dem Navi dann mit Einstellung der „kürzesten“ statt „besten“ Strecke gefolgt sind, was sich dann auf einmal als kurzer Teilausflug übers Land herausstellen sollte. Die österreichischen Grenzer in Kleinhaugsdorf (nördlich von Wien) waren so verwundert über das Münchner Auto an ihrem Übergang, dass sie uns anhielten um erstmal freundlich zu fragen „Wo kommst jetzt ihr her?“… Interessanterweise waren wir gefühlt auf beiden Fahrten zwischen dem Bereich Wien und Schlesien das einzige Auto mit deutschem Kennzeichen… 🤔

Vor dem Stift Melk dann noch eine Pause für die persönliche „Ver- und Entsorgung“ und dann ging es mit dem herannahenden Sonnenuntergang entlang der Berge… Entspanntes Heimrollen nach UWOE auf der bekannten Strecke von Salzburg via der Ausfahrt Grabenstätt und bei Ankunft an der Halle die Freunde rechtzeitig beim Beenden der samstäglichen Winterarbeit angetroffen…

Es war eine schöne Tour für uns in europäische Regionen, die man sonst nicht alltäglich besucht… Spaß hat’s gemacht!

Eine kurze Statistik der Reise: 1.625 km von und nach MUC zurückgelegt, dank des sparsamen Diesels nur 105,5 l verbraucht mit zwei Tankstopps, d.h. 6,5 l pro 100 km Durchschnittsverbrauch.

Gute Gespräche im bequemen Wagen über gut ausgebaute Straßen, keine Staus, so macht eine Reise Freude!

Weihnachts- und Neujahrsgrüße

Liebe Freunde,
ein herzliches Dankeschön für die wunderbare Stimmung auf dem Flugplatz, die wir dieses Jahr gemeinsam mit euch erleben durften.

2024 brachte großartige Flüge, die uns Lust auf die nächste Saison machen. Wir freuen uns auf das gemeinsame Winterwerkeln und ein erlebnisreiches, schönes Jahr 2025.

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Judith und Ute 

Szene mit mehreren Segelflugzeugen, die in einem klaren blauen Himmel über verschneiten Bergen schweben. Schneeflocken und der Schriftzug „Happy Holidays“ schmücken die obere Bildhälfte, während unten ebenfalls „Happy Holidays“ in Rot steht. Die verschneite Landschaft unterstreicht die festliche, friedliche Stimmung.