In der Winterarbeit 2025/2026 wurde auch in den LS6 Hänger investiert. Die alte Hängerachse, genauer die internen Dämpfungselemente, waren durch die vergangenen Hochwasser nicht mehr funktionsfähig und die Achse an sich „BER“ (beyond economic repair). Darauf hat Mark eine neue Achse bei ALKO organisiert, wenn auch mit etwas B&B (Bitten und Betteln).
Die Umrüstung gestaltete sich aufwendiger als gedacht, was erst nach dem Abbau der alten Achse erkennbar wurde. COBRA nutzt einen anderen Lochabstand als ALKO und so mussten neue passende Befestigungslöcher in die Achsaufhängung gebohrt werden. Zudem sind Stoßdämpfer montiert worden. Ergo, bis auf neue Reifen ist unser LS6-Hänger jetzt 100 km/h „ready“.
Nach den ersten Rückmeldungen von Simon hat sich die Investion gelohnt:
„…ja, das war auf jeden Fall eine starke Verbesserung! Der 7000er Hänger war ja vorher ziemlich wackelig auf der Autobahn, oder bei Wind. Ich würde sagen er ist vielleicht immer noch nicht ganz so gut wie der LS4-Hänger, aber es ist jetzt fast gleich. Hat sich definitiv gelohnt! …“
Plötzlich und völlig unerwartet haben wir Hans-Georg bei einem tragischen Flugunfall in seinem geliebten Barcelonnette verloren. Hans-Georg und der ihm sehr vertraute Schlepp-Pilot Etienne sind dabei am 16. August ums Leben gekommen.
Wir sind tief erschüttert und können immer noch nicht fassen was passiert ist. Hans-Georgs Tod reißt ein großes Loch in unseren Verein und hinterlässt uns in tiefer Trauer und Mitgefühl mit den Angehörigen von Hans-Georg und seinem Schlepp-Pilot.
Hans-Georg war ein „Urgestein“ unseres Vereins, er war unser Streckenflugmentor, langjähriger Flugbetriebsleiter und als Sommerbewohner unserer Unterkunft die gute Seele unseres Clubs. Es war ihm ein besonderes Anliegen seine Erfahrungen zu teilen und er hat dabei vielen jungen Pilotinnen und Piloten den Zugang zur Streckenfliegerei geebnet und erleichtert.
Gerade an den Wochenenden hat er den arbeitenden Clubmitgliedern stets den Vortritt auf den Vereinsmaschinen gelassen. Und auch wenn er am liebsten gerne selbst den Steuerknüppel in der 2020 oder 7000 (möglichst wendig mit kurzen Flächen!) in die Hand nahm, hat er sich oft die Zeit genommen, als Mitflieger im Duo die Erfahrungen direkt an unsere Pilotenschaft im Verein weiterzugeben. Gerne lernte man dann den geflügelten Ausdruck von unserem HGR: „Geh rumm, du Bock“ – seine typische direkte knorrige Aufforderung an den Duo und sich selbst, bitte doch den Thermikschlauch auch korrekt zu zentrieren…
Hans-Georg war auch der Motor für unser sommerliches Fliegerlager in Barcelonnette, zusammen mit seinem treuen VW Bus und einem unserer Einsitzer (7000 oder 2020) war er dann üblicherweise von Ende Juli bis Anfang September „mal weg“. Regelmäßig haben sich verschiedene Vereinsmitglieder wochenweise angeschlossen und von seinen Erfahrungen dort profitiert. „L’Equipe Siemens“ war durch HGR ein fester Bestandteil des Sommers am Flugplatz – und sein Bus der Treffpunkt. Aber nicht nur Barcelonnette war sein Ziel, regelmäßig hat Hans-Georg seinen Horizont an anderen Plätzen in Europa und der Welt erweitert. Dem deutschen Winter ist er durch seine Mitgliedschaft im Narromine Gliding Club in Australien entkommen, darüber hinaus hat er auch mehrfach Bitterwasser in Namibia besucht.
Lieber Hans-Georg, wir werden Dich sehr vermissen, Dein Andenken aber bleibt! Ruhe in Frieden – wir werden dich in unseren Herzen behalten.
Deine Freunde der Segelfluggruppe Siemens München e.V.
Chris und Ute starteten Ende Mai zu einem außergewöhnlichen Wandersegelflug quer durch die Westalpen. Vom Start in Unterwössen führte der Weg über Hohenems, Aspres und Barcelonnette bis nach Aosta – mit atemberaubenden Eindrücken zwischen Mont Blanc, Matterhorn und Ortler. Trotz Wetterkapriolen und kanadischem Rauch in der Luft blieb die Reise ein fliegerisches Fest voller Begegnungen, Herausforderungen und unvergesslicher Ausblicke. Der krönende Abschluss: ein Traumflug über den Ortler zurück nach Hause.
Blick vom Pic de Bure nach Richtung Grenoble:
„Hier“ geht’s zum ausführlichen Reisebericht des Wandersegelflug.
Diesen Sommer feiert die SGSM ihr 72-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum, das durch einen Eintrag in der „Limmerischen Chronik“ belegt ist. Seit der Gründung im Jahr 1953 steht die SGSM für Leidenschaft im Segelflug.
Herzlichen Glückwunsch an alle Mitglieder, Unterstützer und Freunde der SGSM – auf die nächsten 72 Jahre voller Thermik, Teamgeist und technischer Weiterentwicklung!
Unsere „Else“ befindet sich aktuell in der planmäßigen Wartung bei MG Gliedes in Polen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, damit sie bald wieder für den Vereinsbetrieb zur Verfügung steht.
Wartungsarbeiten in vollem Gange
Derzeit werden alle sicherheitsrelevanten Komponenten überprüft. Steuerseile, Flächenübergänge und kleinere Reparaturen stehen auf der Liste. Damit stellen wir sicher, dass unser Flieger auch in Zukunft zuverlässig und sicher fliegt.
Lackierarbeiten starten demnächst
Nach Abschluss der technischen Wartung wird Else eine Auffrischung der Lackierung erhalten. Die Arbeiten werden in den kommenden Wochen beginnen, sodass unser Flugzeug nicht nur technisch, sondern auch optisch in bestem Zustand zurückkehrt.
Wir halten euch über den Fortschritt der Arbeiten auf dem Laufenden und informieren rechtzeitig, sobald Else wieder einsatzbereit ist. Ein großer Dank geht an alle, die die Transporte und Organisation der Lackierung tatkräftig unterstützen!
Während die Segelflugzeuge in den Hangars auf ihren nächsten Einsatz dieses Jahr warten, waren unsere Mitglieder bereits fleißig bei der Arbeit. Die Winterwerkstatt war und ist in vollem Gange! An mehreren Wochenenden wurde bereits geschraubt, geprüft und optimiert – mit großem Erfolg.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle, die sich mit Engagement und Tatkraft eingebracht haben! Eure Unterstützung ist essenziell, um unsere Flugzeuge und Ausrüstung in bestem Zustand zu halten.
Transponder Einbau, sowie die Installation von Haubenblitzern ermöglicht uns diese Saison einfachere Freigaben zu bekommen und vor allem besseres Gesehen werden im Flug!
Doch die Arbeit ist noch nicht getan! Die Winterwerkstatt läuft weiter, beziehungsweise steht das große aufrüsten zum Saisonstart bevor und jede helfende Hand wird gebraucht. Ob erfahrener Helfer oder neugieriger Neuling – gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Flotte bestens vorbereitet in die neue Flugsaison startet.
…und manchmal ist dann auch noch Zeit für eine kleine Belohnung – einen Ausflug mit der D-KYSI
Dank des Engagements unserer Vereinsmitglieder unter der Projektleitung von Thomas konnte die Heizungsumstellung in der SGSM-Unterkunft in Teamarbeit im letzten Jahr abgeschlossen werden. Wir haben uns entschieden, die alte Ölheizung durch eine moderne Wärmepumpe zu ersetzen. Anbei ein schöner Bericht hierzu von Manfred, der das Projekt nochmal in Bildern anschaulich und unterhaltsam zusammengefasst hat.
Und für alle „TLDRs“ („too long, didn’t read“ 😉), anbei eine kurze Zusammenfassung (wobei wir Euch nochmal viel lieber die Langfassung von Manfred ans Herz legen wollen):
Unsere Unterkunft ist jetzt deutlich umweltfreundlicher und energieeffizienter. Die Wärmepumpe sorgt zuverlässig für Frostschutz und ist auf die Anforderungen unserer Unterkunft abgestimmt. Sie ermöglicht es uns, auch in kalten Wintermonaten mit wenig Energie auszukommen, ohne auf primäre fossile Brennstoffe wie Öl oder Gas zurückzugreifen.
Besonders stolz sind wir auf das Engagement im Verein. Ein großes Dankeschön geht insbesondere an Thomas mit Unterstützung von Manfred, die das Projekt mit vielen tatkräftigen Helfern, großer Hingabe und unter Einbindung eines Fachbetriebs geplant und umgesetzt haben. Das Projekt konnte im Frühjahr mit dem Ausbau und der fachgerechten Entsorgung der alten Heizung und Tanks begonnen und während der Sommermonate in Etappen erfolgreich umgesetzt werden.
Ein großes Dankeschön an alle, die dieses Projekt ermöglicht haben! Ihr habt nicht nur unsere Unterkunft technisch aufgewertet, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Herzlichen Dank für Euer super Engagement!
Unsere „eLSen“ bekommen derzeit nacheinander eine Verjüngungskur in Sachen Lack. Nachdem wir letztes Jahr mit unserer LS6 zur Neulackierung bei MG Gliders in Polen waren, ist nun mit der D-0800 die erste unserer beiden LS4 an der Reihe.
Begleitet wurde unsere eLSe bei ihrem Ausflug nach Schlesien von Detlef und mir. Treffpunkt am frühen Morgen an unserer Halle, ein letzter Check von Hänger und Unterlagen und los ging es.
Im Dunklen in UWOE gestartet und im Dunklen in Ligota / Oberschlesien (nordwestlich von Bielsko-Biala) angekommen. In UWOE lag noch Restschnee und mit Grenzübertritt nach Polen fiel frischer Schnee in den oberschlesischen Hügeln… und dazwischen viel Sonnenschein…
Wir wurden in Ligota nach Ankunft sehr freundlich von der Crew von MG Gliders empfangen. Kurze Bestandsaufnahme des Flugzeugs, Erstellung von Übergabeprotokoll und Auftragspapieren und schon konnten wir direkt zu unserem Übernachtungshotel in Ustron aufbrechen. Eine knappe halbe Stunde Fahrt und wir erreichten die „Willa Kraj“ – wie der Name schon sagt war unsere Unterkunft in einer schönen historischen Villa Nahe des Zentrums von Ustron gelegen.
In Ustron war sogar noch ein Weihnachtsmarkt aufgebaut (ob die den bis Lichtmess stehen lassen?), uns war aber mehr nach einem kühlem Fahrtbier als nach dem süßlich duftenden Glühwein.
Nachbesprechung der Fahrt dann in einem netten Kellerlokal (Restauracja Smaki Beskidów) mit leckeren Rouladen, schlesischen Knödeln und lokalem Bier – Prost!
Am nächsten Morgen stellen wir fest, dass es nochmal etwas geschneit hat, glücklicherweise klarte es dann auf. Ein reichhaltiges polnisches Frühstück im Hotel und dann ging es um 09:00 Uhr wieder Richtung Heimat. In Ustron noch ein Foto von einem Fliegerdenkmal entlang des Weges geknipst und dann nach Tankstopp Richtung Autobahn nach Westen… In der Gegend von Olmütz gab es nochmal etwas lokalen heftigen Schneefall mit weißen Straßen, dass sollte dann aber glücklicherweise der letzte Schnee des Tages bleiben.
Auf der Hinfahrt am Freitag fiel uns bereits am Flughafen Vyskov in Tschechien ein Luftfahrt-Museum mit alten Flugzeugen der tschechischen Luftwaffe direkt neben der Autobahn auf, auf der Rückfahrt wollten wir dann mal genauer hinsehen… leider stellte sich aber heraus, dass das Museum bis April noch geschlossen ist, nur zwei Hunde haben uns mit ihrem Bellen unmissverständlich klargemacht, dass wir nicht vor dem Frühjahr zurückkommen sollten… 😉
Die weitere Fahrt war sehr sonnig und entspannt… außer dass wir dem Navi dann mit Einstellung der „kürzesten“ statt „besten“ Strecke gefolgt sind, was sich dann auf einmal als kurzer Teilausflug übers Land herausstellen sollte. Die österreichischen Grenzer in Kleinhaugsdorf (nördlich von Wien) waren so verwundert über das Münchner Auto an ihrem Übergang, dass sie uns anhielten um erstmal freundlich zu fragen „Wo kommst jetzt ihr her?“… Interessanterweise waren wir gefühlt auf beiden Fahrten zwischen dem Bereich Wien und Schlesien das einzige Auto mit deutschem Kennzeichen… 🤔
Vor dem Stift Melk dann noch eine Pause für die persönliche „Ver- und Entsorgung“ und dann ging es mit dem herannahenden Sonnenuntergang entlang der Berge… Entspanntes Heimrollen nach UWOE auf der bekannten Strecke von Salzburg via der Ausfahrt Grabenstätt und bei Ankunft an der Halle die Freunde rechtzeitig beim Beenden der samstäglichen Winterarbeit angetroffen…
Es war eine schöne Tour für uns in europäische Regionen, die man sonst nicht alltäglich besucht… Spaß hat’s gemacht!
Eine kurze Statistik der Reise: 1.625 km von und nach MUC zurückgelegt, dank des sparsamen Diesels nur 105,5 l verbraucht mit zwei Tankstopps, d.h. 6,5 l pro 100 km Durchschnittsverbrauch.
Gute Gespräche im bequemen Wagen über gut ausgebaute Straßen, keine Staus, so macht eine Reise Freude!